Nach wie vor bin ich ein großer Fan der Statusmenüs in der Menüleiste am Mac. Dieses zentrale Bedienelement von macOS bietet viele Möglichkeiten für den flotten Zugriff auf Systemfunktionen und Apps, sowie um wichtige Informationen wie beispielsweise Systemtemperatur, Speicherdruck, oder Akkuladestand im Blick zu behalten. Auf meinem Mac verrichten zu diesem Zweck einige Menüleistenwerkzeuge ihren Dienst und weil sich seit dem letzten Jahr in der rechten oberen Bildschirmecke auch heuer wieder einiges getan hat, aktualisiere ich mit diesem Beitrag meine Werkzeugkiste erneut.
Menüleistenwerkzeuge leben in der Menüleiste von macOS am rechten oberen Bildschirmrand im Bereich der Statusmenüs. Es gibt einige, die Apple bereits vorinstalliert hat und mit seinem Betriebssystem ausliefert. Dazu gehören neben der Systemuhr, hinter der sich die Mitteilungszentrale versteckt und dem Kontrollzentrum auch Systemapps wie TimeMachine, Kurzbefehle, Wetter und viele mehr. Ein Blick in die Systemeinstellungen am Mac unter Kontrollzentrum bietet dazu einen Überblick und zugleich die Möglichkeit, um zu definieren, was wie und wo angezeigt werden soll.

Von rechts nach links tummeln sich derzeit folgende Werkzeuge im Statusmenü auf meinem Mac:
- Die Systemuhr ist von Apple vorinstalliert und lässt sich nicht ausblenden, weil sich dahinter die Mitteilungszentrale verbirgt, also der Bereich für Widgets und Mitteilungen, den man mit einem Klick auf die Systemuhr am rechten Bildschirmrand aufrufen kann. Nach wie vor unverändert wird hier neben der Uhrzeit auch das aktuelle Datum angezeigt.
- Das Kontrollzentrum lässt sich ebenfalls nicht ausblenden. Auf meinem Mac sind dort WLAN, Lautstärke, Display-Helligkeit, Stage Manager und andere Dienste zusammengefasst, die ansonsten nur über die Systemsteuerung oder eigene Icons in der Menüleiste erreichbar wären.
- Calendr ist neu dazugekommen und ersetzt seit diesem Jahr Itsycal. Es handelt sich dabei um eine kostenlose Open Source-App aus Portugal, die eine einfache Kalenderübersicht anzeigt und den Zugriff auf die vorinstallierte Kalenderapp ermöglicht.
- Mullvad nutze ich für VPN-Verbindungen. Es ist ebenfalls Open Source und stammt aus Schweden.
- Little Snitch macht Internetverbindungen von Apps sichtbar und vor allem steuerbar, die ansonsten im Verborgenen bleiben würden. In der Menüleiste pflanzt sich der sogenannte Netzwerkmonitor ein und zeigt nebst aktueller Netzwerkaktivität auch die Bandbreite der Netzwerkverbindung an. LittleSnitch wird übrigens in Österreich und zwar in Wien entwickelt.
- Seit Neuestem nutze ich Ice, damit die Menüleiste übersichtlich bleibt. Dahinter verstecken sich weitere praktische Helferlein, die dann bei Bedarf mit einem Klick auf das schlichte Pfeil-Symbol ein- und auch wieder ausgeblendet werden können:
- Seit einem der jüngeren Updates ermöglicht macOS das Einblenden der vorinstallierten Wetter-App mit einem Menüleistensymbol, das auch die aktuellen Wetterverhältnisse anzeigt. Das macht Apps von anderen Anbietern zu diesem Zweck überflüssig. Ein Klick auf das Wetter-Symbol öffnet eine Vorschau auf die nächsten Stunden und andere, in der Wetter-App gespeicherte Orte. Natürlich lässt sich damit die Wetter-App selbst auch öffnen.
- Stats ersetzt seit einigen Monaten Hot, bietet jedoch deutlich mehr als nur die Temperaturanzeige. Mit der kostenlosen Open Source-App aus Polen lassen sich nämlich alle möglichen Systemdaten in der Menüleiste anzeigen.
- Mit AlDente kann man das Ladelimit der Batterie im MacBook zur Verlängerung der Akkulebensdauer festlegen. Zwar ist das auch mit macOS-Bordmitteln zu bewerkstelligen, wenn man allerdings – so wie ich – das MacBook häufig unterwegs dabei hat, dann wirft das die Einstellungen nach meiner Erfahrung ständig über den Haufen und macOS schafft es nicht mehr, bei 80 % Akkuladestand dahinzusegeln. AlDente wird von AppHouseKitchen im österreichischen Weinviertel entwickelt.
- Mit Hookmark erzeugt man am Mac Links bzw. Boomarks zu Dateien, Notizen, Fotos, E-Mails, Webseiten und vielem mehr. Es ist eine jener Apps, die mittlerweile so selbstverständlich in meinen Arbeitsabläufen integriert ist, dass ich gar nicht mehr darüber nachdenke. Das Geniale daran ist, dass die sogenannten Hooks – also Links, ähnlich wie jene in Obsidian – nicht nur in eine Richtung funktionieren, sondern bidirektional sein können. Dadurch wird es möglich, Notizen in Obsidian mit allen möglichen Informationen aus dem gesamten Dateisystem am Mac zu verlinken und zu einem Netz zusammengehörender Informationen zu verbinden.
- Kurzbefehle und TimeMachine sind eigentlich selbsterklärend. Erstere bieten über die Menüleiste schnellen Zugriff auf die dort platzierten Kurzbefehle, ohne dass man vorher den Umweg über die App nehmen muss.
Unsichtbar im Hintergrund
Mit ausgeblendetem Menüleisten-Icon und somit quasi unsichtbar im Hintergrund laufen zudem noch Spotlight als Launcher und für die Suche, CleanShot X für Screenshots und Bildschirmvideos, sowie das unverzichtbare, weil überaus praktische PopClip mit seinem konfigurierbaren Menü direkt neben dem Mauszeiger bzw. Cursor. Diesen drei Apps ist gemeinsam, dass sie keine nennenswerten Informationen in der Menüleiste anzeigen und aus diesem Grund, sowie zum Platz sparen, sind daher die Menüleistenicons ausgeblendet.
Fazit
Von der Anzahl her ist das Dutzend aus den letzten Jahren unverändert geblieben, allerdings sind – wie bereits erwähnt – ein paar Apps dazu gekommen und dafür andere entfallen. Mein Fokus liegt – auch in der Menüleiste – verstärkt auf einem Mix aus Open Source-Anwendungen und vorinstallierten Bordmitteln. Bloß für das Akkumanagement und die Firewall habe ich noch keine brauchbaren Alternativen gefunden. Aber vielleicht tut sich da in den nächsten Monaten noch etwas und ich kann dann beim nächsten Update der Menüleistenwerkzeuge darüber berichten.

Vielen Dank für die Tip mit „Ice“!
Durch den Notch ist es manchmal wirklich ärgerlich, wenn die Icons dahinter verschwinden.