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App-Tipp: IINA als Musik-Player

Der schlanke Mediaplayer IINA eignet sich perfekt zum Abspielen der lokal gespeicherten Musiksammlung. Die App beherrscht alle gängigen Musikformate, kann mit Wiedergabelisten umgehen, ist Open Source und versieht ihre Abspieldienste unter macOS zuverlässig.


Mediaplayer für macOS gibt es einige. Die wenigsten davon sind brauchbar. Insbesondere dann, wenn es um das Abspielen von Musik geht. Und da das mein primärer Anwendungsfall ist, war ich schon einigermaßen frustriert, bis ich im letzten Sommer auf IINA gestoßen bin. IINA bezeichnet sich selbst als den modernen Mediaplayer für macOS. Und tatsächlich bringt die App alles, was man von einem modernen Mediaplayer erwartet. Anstandslos fügt sich IINA in macOS ein und versieht dort seine Abspieldienste unaufdringlich und zuverlässig.

Funktionsumfang

Dark Mode und Picture-in-Picture sind mittlerweile ohnehin Standard und sollten in jedem Mediaplayer enthalten sein. IINA bringt aber zudem auch eine individuell anpassbare Benutzeroberfläche, einschließlich mehrerer Farbschemata. Auch ein eigens Plugin-System ist inkludiert. Allerdings ist das Plugin-Ökosystem noch recht überschaubar und bietet nur wenig zusätzliche Funktionalitäten. Für Terminal-Nerds gibt es IINA auch auf der Kommandozeile und es sind Browser-Erweiterungen für Firefox, Safari und Chrome verfügbar. Die App lässt sich vollständig über die Tastatur steuern, beherrscht zudem auch konfigurierbare Gestensteuerungen für Maus und Trackpad.

IINA’s umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten

In den umfangreichen Einstellungsoptionen lässt sich IINA als Standard-App für die Wiedergabe von Video, Audio und Wiedergabelisten festlegen. Das macht absolut Sinn, denn IINA spielt nahezu alle Mediendateien ab, von lokal gespeicherten Dateien in den gängigen Video- und Musikformaten, über Online Streams bis hin zu Playlisten auf YouTube.

Zuverlässiger Musik-Player

Besonders interessant ist der Music Mode von IINA, der automatisch beim Abspielen von Audiodateien gestartet wird. Die App wechselt dann in eine Art Miniplayer mit ein- und ausblendbaren Covers zum jeweiligen Album bzw. Song. Ebenso kann man auch eine Wiedergabeliste mit einem Klick ein- bzw. ausblenden. Neben MP3-Dateien spielt IINA auch verlustfreie Formate ab, die meist als FLAC-Dateien daherkommen.

IINA macht als Musik-Player eine richtig gute Figur

Die Steuerelemente im Musik-Player sind auf das Wesentliche reduziert. Neben einer Lautstärkeregelung gibt es Schaltflächen für Play, Pause, vorwärts und rückwärts. Rechts daneben finden sich die Buttons zum Ein- und Ausblenden der Wiedergabeliste und des Covers.

Eigene Wiedergabelisten lassen sich recht unkompliziert erstellen. Dazu blendet man einfach die Wiedergabeliste mit einem Klick auf die entsprechende Schaltfläche ein. Danach kann man unten rechts über das Plus-Symbol die gewünschten Tracks auswählen und hinzufügen. Die Wiedergabeliste selbst wird über den entsprechenden Befehl in der Menüleiste links oben unter Ablage gespeichert. IINA sichert die Wiedergabelisten im offenen M3U-Format als *.m3u8-Dateien. Das sind reine Textdateien, in denen die Pfadangaben zu den auf der Wiedergabeliste gespeicherten Tracks beinhaltet sind.

Fazit

Ich nutze IINA primär zum Abspielen von lokal gespeicherten Musikdateien auf meinem Mac. Gegenüber vergleichbaren Apps wie beispielsweise dem weit verbreiteten VLC bietet IINA eine hübsche, auf das Wesentliche reduzierte Benutzeroberfläche. Die App fügt sich gut in macOS ein, was sicher auch daran liegt, dass sie mit Swift programmiert wurde.

IINA läuft ab macOS 10.15, ist Open Source und kann unter der GPLv3-Lizenz genutzt, sowie kostenlos auf der Website des Entwicklers oder auf GitHub heruntergeladen werden.

Quellen & Links

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