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Acht Fragen zum Markdown-Lifestyle

Markdown existiert seit mittlerweile 22 Jahren. Die Syntax folgt dem Credo der guten Lesbarkeit und dem Prinzip einer intuitiven, simplen Textformatierung gleich direkt während dem Schreiben. Und genau das macht es so sympathisch und zu einer der ziemlich besten Methoden, um mit reinem Text produktiv und interoperabel zu arbeiten.


Das perfekte System gibt es nicht. Es ist eine Utopie oder eine Idealvorstellung. Das beste System hingegen ist jenes, das sich an die eigenen Bedürfnisse und Anforderungen so gut anpassen lässt, damit man es optimal nutzen kann. Es ist also etwas eher Individuelles und hat keinen allgemein gültigen Charakter. Für meine Arbeitsweise ist Obsidian ideal geeignet. Das habe ich vor einiger Zeit schon einmal beschrieben und damals sieben Gründe angeführt, warum ich Obsidian nutze.

Diese sieben Punkte sind nach wie vor aktuell. Der erste davon – Markdown – betrifft das Format und ist für mich wohl einer der wichtigsten Gründe. Denn alle Notizen in Obsidian sind Markdown-Dateien, die in einem Ordner lokal auf der Festplatte des eigenen Rechners abgelegt werden. Und zufällig bin ich vor ein paar Tagen im PTPL-Newsletter auf acht Fragen gestoßen, bei deren Beantwortung sich die Autorin mit dem reinen Textformat auseinandersetzt. Ursprünglich gehen diese acht Fragen auf Scott Nesbitt zurück, die er im Frühjahr 2020 in einem Interview gestellt und auf seinem leider nicht mehr weiter betriebenen Blog The Plain Text Project veröffentlicht hat. Ich habe mir nun diese acht Fragen geschnappt, auf das Markdown-Format umgetextet – wodurch eine der Fragen überflüssig wird – und hier beantwortet:

1. Wann hast du angefangen, Markdown zu verwenden?

Das weiß ich nicht mehr ganz genau, aber es muss ungefähr 2010 oder 2011 gewesen sein, als ich meine ersten Zeilen in Markdown auf meinem Mac geschrieben habe.

2. Warum hast du angefangen, das Markdown-Format zu verwenden?

Gleich von Anfang an war ich von der Übersichtlichkeit und Einfachheit dieser schlanken Auszeichnungssprache begeistert. Ich konnte damit Texte im reinen Textformat verfassen und gleich während dem Schreiben formatieren, ohne eine Hand von der Tastatur nehmen zu müssen. Und ohne, dass die eingegebene Syntax den Lesefluss im Text nennenswert stört.

3. Wofür verwendest du Markdown?

Für fast alles, was mit dem Schreiben zu tun hat – egal ob es sich dabei um Entwürfe für E-Mails, einen Logbucheintrag, einen Blogbeitrag oder eine (wissenschaftliche) Publikation handelt.

4. Was motiviert dich, Markdown zu benutzen?

Wie in der Antwort auf die zweite Frage bereits erwähnt, sind es die Einfachheit und Effektivität von Markdown, die mich begeistern und zugleich motivieren. Und die Vielfältigkeit, denn es gibt fast nichts, was man nicht mit Markdown machen kann.

5. Verwendest du irgendwelche Markup- oder Formatierungssprachen? Wenn ja, welche und warum?

Naja, diese Frage ist dann wohl überflüssig und bereits beantwortet: Markdown.

6. Was sind deine Lieblings-Tools oder Anwendungen für das Markdown-Format?

Damals vor fünfzehn Jahren habe ich meine ersten Versuche mit Markdown in TextEdit auf macOS gemacht. Bald danach bin ich zu iA/Writer und etwas später zu Ulysses gewechselt. Das habe ich viele Jahre lang und gerne benutzt. Seit 2022 verwende ich Obsidian und diese App ist zu meinem absoluten Lieblingswerkzeug in Sachen Markdown geworden. Ergänzend dazu ist auf meinem Mac seit einiger Zeit das schlanke MarkEdit im Einsatz.

7. Gibt es ein Werkzeug, auf das du nicht verzichten kannst?

Eigentlich nicht, denn ich achte selbst in Obsidian darauf, dass meine Markdown-Dateien auch mit anderen Editoren gut lesbar sind. Aber wenn ich ein für mich unverzichtbares Werkzeug im Umgang mit meinen Markdown-Dateien nennen müsste, dann wäre das definitiv Obsidian.

8. Gibt es etwas, was du mit Markdown nicht tun kannst?

Mit Markdown erledige ich meine Schreibarbeit, manage meine Projekte und Aufgaben, erstelle Tagespläne, führe meinen Kalender und mein Logbuch. Es lässt für mich derzeit keine Wünsche offen und zudem sind die damit produzierten Textdateien lokal gespeichert und zukunftssicher. Insofern kann ich diese Frage mit Nein beantworten.

Fazit

Weniger ist mehr lautet ein wichtiger Leitsatz. Markdown passt da perfekt hinein. Es bietet gerade soviel, dass es sich vielseitig einsetzen lässt, man damit richtig gute Ergebnisse erzielen kann und um damit fokussiert und produktiv arbeiten zu können. Aber eben auch nicht mehr.

Quellen & Links

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