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Musiksammlung mit Obsidian

Mit Bases kann man in Obsidian so einiges bewerkstelligen. Unter anderem auch einen Katalog für die eigene Musiksammlung, in dem die Informationen zu den Alben aus einzelnen Musiknotizen übersichtlich zusammengestellt werden. Mit Links zu den digitalen Musikdateien oder dem Streamingdienst der Wahl bekommt man auch gleich einen direkten Einstieg in den Musikgenuss.


Zum Thema Musik habe ich hier im Blog schon den einen oder anderen Beitrag geschrieben. Deshalb ist das Nietzsche-Zitat bereits bestens bekannt, dass nämlich ein Leben ohne Musik ein Irrtum sei. Auch dass ich gerne und häufig Musik höre und dazu seit ein paar Wochen den Open-Source-Player IINA nutze, ist nichts Neues. Was aber schon neu ist, ist das Verwalten und Katalogisieren meiner digitalen Musiksammlung mit Obsidian. Alles, was es dazu braucht, sind Musiknotizen für jedes Album und eine Bases-Datei als Katalog.

Musiknotizen

Für jedes Album in meiner digitalen Musiksammlung wird eine eigene Notiz – eine sogenannte Musiknotiz – angelegt. Meistens mache ich das mit dem Web Clipper und einer eigens dafür angelegten Vorlage, in der bereits alle Eigenschaften vorbereitet sind und teilweise beim Clippen ausgefüllt werden. Als Informationsquellen für Cover, Veröffentlichungsdaten, Tracklist und Albumbeschreibung dienen primär Discogs und der Qobuz-Shop.

Web Clipper von Obsidian bei der Übernahme von Daten für eine Musiknotiz

Mit dem Web Clipper gelingt es zumindest das Gerüst einer neuen Musiknotiz samt ein paar Daten nach Obsidian zu übertragen. Der Rest kann dann in Obsidian auch manuell eingepflegt werden.

Der Titel einer Musiknotiz ist der Titel des jeweiligen Albums. Als Aliases wird dann der Albumtitel und der Interpret in der Schreibweise Abumtitel von Interpret eingetragen. Der oder die Interpreten selbst werden in der gleichnamigen Eigenschaft gleich darunter erfasst. Und weil alle Musiknotizen zum Themenbereich Musik in meinem digitalen Zettelkasten gehören, wird dieses Schlagwort auch bereits beim Anlegen der neuen Musiknotiz automatisch vergeben. Alben, die ich in Zukunft meiner digitalen Musiksammlung hinzufügen möchte, werden zudem auch mit dem Schlagwort #Wunschliste versehen.

Dateieigenschaften einer Musiknotiz

Nun folgen ein paar Links: Zunächst wird in der Dateieigenschaft related je ein Verweis zur täglichen Notiz für das Datum, an dem die neue Musiknotiz erstellt wurde und zur Musiksammlung selbst angelegt. Die Musiksammlung ist eine Bases-Datei die wie ein Katalog gestaltet ist (siehe weiter unten). Und weil Bases-Dateien in Obsidian keine Links zu den in den jeweiligen Suchergebnissen enthaltenen Notizen und Dateien erzeugen, mache ich diese Verweise mit diesem Trick auch in der Graph-Ansicht sichtbar.
Gleich darunter gibt es je eine Eigenschaft für den Link zum digitalen Album auf meiner Festplatte, zum Album im Streamingdienst meiner Wahl, sowie zum Cover. Den Link zu den lokal auf der Festplatte gespeicherten Musikdateien erzeuge ich mit Hookmark. Die Musikdateien eines Albums befinden sich in einem Ordner auf meiner Festplatte, der den Namen des Interpreten und des Albums trägt.

Ordner mit den Musikdateien eines Albums

Unterhalb der Links folgen dann Informationen zur Veröffentlichung des Albums, wie Erscheinungsdatum, Label und Genre. Der Notiztyp Musiknotiz wird ebenfalls erfasst und dient zum späteren Filtern in der Bases-Datei. Abschließend folgt dann noch meine subjektive Bewertung des Albums mit Sternen, wobei maximal fünf Sterne für ein Album vergeben werden, das mir so richtig gut gefällt und im schlechtesten Fall gibt’s nur einen Stern. Aber solche Alben schaffen es ehrlich gesagt meist gar nicht in meine digitale Musiksammlung.

Der eigentliche Inhalt der Musiknotiz besteht dann aus dem Albumcover, das direkt zum jeweiligen Eintrag in Discogs verlinkt ist. Darunter folgen eine Albumbeschreibung und ein paar Informationen zum Album, wie Anzahl der Tracks, Laufzeit und falls verfügbar ein Link zum digitalen Booklet im Albumverzeichnis auf der Festplatte. Auch dieser Link zum Booklet wird mit Hookmark erzeugt und eingefügt.

Rubriken in einer Musiknotiz

Den Abschluss bildet die Tracklist. Dort werden alle Tracks eines Albums samt zugehörigen Informationen über Komponist, Interpreten, etc. aufgelistet. Jeder Titel ist zugleich ein Link zur jeweiligen Musikdatei auf meiner Festplatte und wird mit Hookmark erzeugt. Das hat den Vorteil, dass ich mit einem Klick auf den Titel das Abspielen des jeweiligen Songs direkt mit IINA starten kann.

Bases machen die Musik

Die einzelnen Musiknotizen liegen als Markdown-Dateien in meinem Obsidian-Vault. Sichtbar wird die Musiksammlung erst durch eine Bases-Datei, die quasi als Musikkatalog dient.

In dieser Datei mit dem klangvollen Namen Musiksammlung.bases werden zunächst alle Notizen vom Typ Musiknotiz angezeigt. Die Ergebnisse werden im Karten-Layout dargestellt, wobei die Dateieigenschaft Cover als Bildeigenschaft dafür definiert ist. Die Sortierreihenfolge wird durch das Erscheinungsdatum der Alben festgelegt und zwar in absteigender Reihenfolge, sodass die aktuellsten Veröffentlichungen zuerst angezeigt werden.

Musikkatalog mit Bases

Neben einer Gesamtansicht aller Alben in der digitalen Musiksammlung gibt es auch mehrere Genre-spezifische Ansichten – also beispielsweise eine für alle Jazz- und Klassikalben. In diesen Genre-Ansichten wird jeweils nach der Dateieigenschaft Genre gefiltert.

Fazit

Die Katalogisierung meiner Musiksammlung in Obsidian bringt einerseits Übersicht und andererseits Informationen zu den digitalen Alben in den Musiknotizen. Zudem habe ich durch die Links mit Hookmark direkten Zugriff auf die Musikdateien oder zur Streamingversion des Albums und kann so den Musikgenuss unmittelbar starten.

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