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Menüleistenwerkzeuge 2026

Es ist Sommer und damit wieder Zeit für den traditionellen Überblick über meine Menüleistenwerkzeuge am Mac. Auch im diesjährigen Update gibt es die aktuelle Auswahl an praktischen Apps für die Menüleiste in einem ausgewogenen Mix aus Open Source-Apps und macOS-Bordmitteln.


Es ist ja schon fast eine lieb gewonnene Tradition, dass ich hier im Blog in den Sommermonaten über meine Menüleistenwerkzeuge berichte. Immerhin ist dies seit 2022 zum ersten Mal ein Beitrag) über die praktischen kleinen Helferlein am rechten oberen Bildschirmrand erschienen ist, bereits der fünfte solche Beitrag in Folge. Und auch in den gut zehn Monaten seit dem letzten Beitrag hat sich wieder einiges verändert und wurde manches in der Menüleiste auf meinem Mac optimiert.

Menüleistenwerkzeuge zeigen in der Menüleiste von macOS am rechten oberen Bildschirmrand im Bereich der Statusmenüs praktische Informationen an oder ermöglichen einen schnellen Zugriff auf Apps und Systemfunktionen. Es gibt einige, die Apple bereits vorinstalliert hat und mit seinem Betriebssystem ausliefert. Dazu gehören neben der Systemuhr und dem Kontrollzentrum auch Systemapps wie Time Machine, Kurzbefehle, Wetter und viele mehr. Ein Blick in die Systemeinstellungen am Mac unter Menüleiste bietet dazu einen Überblick und zugleich die Möglichkeit, um zu definieren, was wie und wo angezeigt werden soll.

Aktueller Stand der Dinge

Von rechts nach links tummeln sich nach aktuellem Stand der Dinge folgende Werkzeuge im Statusmenü auf meinem Mac:

  • Nach wie vor ist ganz rechts die vorinstallierte Systemuhr von Apple platziert. Die lässt sich nicht ausblenden, weil sich dahinter die Mitteilungszentrale verbirgt, also der Bereich für Widgets und Mitteilungen, den man mit einem Klick auf die Systemuhr am rechten Bildschirmrand aufrufen kann.
  • Das Kontrollzentrum lässt sich ebenfalls nicht ausblenden. Auf meinem Mac sind dort WLAN, Batterie-Infos, das Kurzbefehl-Menü, sowie Lautstärke, Display-Helligkeit und andere Dienste zusammengefasst, die ansonsten nur über die Systemsteuerung oder eigene Icons in der Menüleiste erreichbar wären.
  • Mullvad nutze ich seit über einem Jahr für VPN-Verbindungen. Es ist Open Source und stammt aus Schweden.
  • LuLu ist eine Firewall von Objective See, die regelbasiert ein- und ausgehende Verbindungen überwacht. Sie liefert einen erstaunlich umfangreichen Funktionsumfang, ist ebenfalls quelloffen und kostenlos erhältlich.
  • Stats zeigt die aktuellen Netzwerkgeschwindigkeiten für Up- und Download an. Mit der kostenlosen Open Source-App aus Polen lassen sich darüber hinaus noch alle möglichen Systemdaten in der Menüleiste anzeigen. Ein paar kommen nachher weiter links noch dazu.
  • Ice hilft mir damit, die Menüleiste übersichtlich zu halten. Dahinter verstecken sich weitere praktische Helferlein, die dann bei Bedarf mit einem Klick auf das schlichte Pfeil-Symbol ein- und auch wieder ausgeblendet werden können:
    • Ollama ist nicht nur eine Open Source-Plattform für verschiedene LLMs, sondern hat den Vorteil, dass man die damit lokal installierte große Sprachmodelle einerseits ausführen und andererseits auch in andere Dienste und Apps lokal am Rechner einbinden kann. Das lokale Betreiben von LLMs mit Ollama bedeutet, dass die Inhalte, die man damit generiert, privat auf dem eigenen Gerät erstellt werden und somit unabhängig von einer Cloud-Lösung sind. Ich nutze verschiedene LLMs in Ollama auf meinem Mac, teilweise auch direkt in Obsidian. Seit einiger Zeit gibt es auch eine grafische Benutzeroberfläche für Ollama, die sich in der Menüleiste einnistet.
    • Mit Hookmark erzeugt man am Mac Links bzw. Boomarks zu Dateien, E-Books, Notizen, Fotos, E-Mails, Webseiten und vielem mehr. Es ist eine jener Apps, die mittlerweile so selbstverständlich in meinen Arbeitsabläufen integriert ist, dass ich gar nicht mehr darüber nachdenke. Das Geniale daran ist, dass die sogenannten Hooks – also Links, ähnlich wie jene in Obsidian – nicht nur in eine Richtung funktionieren, sondern bidirektional sein können. Dadurch wird es möglich, Notizen in Obsidian mit allen möglichen Informationen aus dem gesamten Dateisystem am Mac zu verlinken und zu einem Netz zusammengehörender Informationen zu verbinden.
    • Das bereits erwähnte Stats zeigt hier im ausblendbaren Bereich von rechts nach links den Speicherdruck, die CPU-Auslastung und die aktuelle Systemtemperatur an.
    • Seit einiger Zeit gibt es unter macOS für die vorinstallierte Wetter-App ein Menüleistensymbol, das auch die aktuellen Wetterverhältnisse anzeigt. Das macht Apps von anderen Anbietern zu diesem Zweck überflüssig. Ein Klick auf das Wetter-Symbol öffnet eine Vorschau auf die nächsten Stunden und andere, in der Wetter-App gespeicherte Orte. Natürlich lässt sich damit die Wetter-App selbst auch öffnen.
    • Und zu guter letzt dient Time Machine nach wie vor als Backup-Tool.

Unsichtbar im Hintergrund

Mit ausgeblendetem Menüleisten-Icon und somit quasi unsichtbar im Hintergrund laufen zudem noch das in macOS integrierte Spotlight als Launcher und für die Suche, Hyperkey für mehr Optionen bei Tastaturkurzbefehlen, die Open Source-App macshot für Screenshots, sowie das unverzichtbare, weil überaus praktische PopClip mit seinem konfigurierbaren Menü direkt neben dem Mauszeiger bzw. Cursor, das ich unter anderem auch zum Aufrufen lokaler LLMs und als Überall-Clipper für Obsidian nutze. Diesen drei Apps ist gemeinsam, dass sie keine nennenswerten Informationen in der Menüleiste anzeigen und aus diesem Grund, sowie zum Platz sparen sind daher die Menüleistenicons ausgeblendet.

Nicht mehr mit an Bord

Seit ich meinen Kalender im Markdown-Format inklusive Jahresplaner in Obsidian führe, brauche ich die Kalender-App auf meinem Mac kaum noch. Daher besteht auch kein Bedarf mehr für die Menüleisten-App Calendr. Little Snitch und CleanShot X wurden durch die oben erwähnten Open Source-Alternativen ersetzt. Und weil das Batteriemanagement in macOS mittlerweile das Einstellen des Ladelimits erlaubt, gibt es auch keine Verwendung mehr für AlDente.

Fazit

Seit dem letzten Jahr konnte ich mittlerweile bis auf die drei Ausnahmen Hookmark, PopClip und Hyperkey in der Menüleiste ein Mix aus Open Source-Anwendungen und vorinstallierten Bordmitteln umsetzen. Somit habe ich nun einen Status erreicht, den ich eigentlich beibehalten und nicht mehr verändern möchte. Vermutlich war das daher der vorerst letzte Beitrag in dieser jährlichen Reihe zu den Menüleistenwerkzeugen. Änderungen bleiben selbstverständlich vorbehalten 😉

3 Kommentare

  1. Danke für diese Aufstellung. Ich hätte nur einen Kommentar. Ice wird scheinbar nicht mehr weiterentwickelt. Das letzte Release ist vom 29.10.2024. Da ich auf meinem Mac einige Probleme hatte, habe ich eine Alternative gesucht und habe Thaw (https://github.com/stonerl/Thaw) gefunden. Thaw ist eine Fork von Ice und beseitigte zumindest bei mir die Probleme, die ich mit Ice am Ende hatte.

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