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Erinnerungen kritzeln

In iPadOS 14 hat Apple einer alten Funktion neues Leben eingehaucht: der Handschrifterkennung. Im neuen Betriebssystem heißt diese Handschrifterkennung jetzt Scribble bzw. auf Deutsch Kritzeln. Besitzer eines Apple Newton aus den 1990er-Jahren werden sich noch gut daran erinnern. Denn der Newton (eigentlich Message Pad, weil Newton hieß damals das Betriebssystem dieses Geräts) konnte das schon recht gut. Am iPad ist diese Funktion nun seit Version 14 von iPadOS wieder mit an Bord. In der Notizen-App kann man Scribble recht vielfältig nutzen. Zum einen werden von Hand gezeichnete Formen wie Kreise, Dreiecke und Rechtecke in geometrisch einwandfreie Figuren umgerechnet. Zum anderen kann man handschriftliche Notizen über den neuen Kontext-Menübefehl „Als Text kopieren“ in maschinenlesbaren Text umwandeln.An anderen Stellen wartet die Scribble-Funktion ebenfalls auf handschriftliche Eingaben mit dem Apple Pencil. Zum Beispiel in Suchfeldern und im Adressfeld von Safari zur Eingabe von Suchbegriffen oder Webadressen. Apple stellt diese Funktion auch Entwicklern zur Integration in deren Apps zur Verfügung. Deshalb tummeln sich derzeit viele Apps im App-Store, die diese Funktion bereits implementiert haben. Aber auch Apples hauseigene Apps …

Neue Funktionen für Erinnerungen

Apple hat die neuesten Versionen der Betriebssysteme für iPhone und iPad vor knapp einer Woche veröffentlicht. Die Liste der neuen Funktionen für das iPad ist zwar diesmal in Summe recht überschaubar, dennoch sind bei iPadOS 14 ein paar Verbesserungen in der Erinnerungen-App mit an Bord. Angenehmere Eingabe Was sofort auffällt, ist das neue gestaltete Informationsfenster mit den Details zu einer Aufgabe, das deutlich aufgeräumter und übersichtlicher wirkt. Das macht die Eingaben beim Anlegen einer neuen Aufgabe in der neuen Version um einiges angenehmer. Auch die Auswahl eines Fälligkeitsdatums wurde vereinfacht. Anstelle der aus alten iOS-Versionen stammenden, umständlichen und schon recht angestaubten Rollen bewerkstelligt man das nun mit einem Klick in einer übersichtlichen Kalenderauswahl. Die Auswahl der Uhrzeit ist allerdings noch gewöhnungsbedürftig. Apple hat diese Designelemente übrigens auch an allen anderen Stellen in iPadOS 14 eingebaut. Mehr Intelligenz In Mail erkennt die Erinnerungen-App nun mögliche Aufgaben und macht dazu Vorschläge anhand vorheriger Aufgaben, die man aus Mail angelegt hat. Zudem werden auch Vorschläge zur Orten und Terminen unterbreitet. Am iPhone ist es mit iOS 14 möglich, eine …

Zu Gast beim Apfelfunk am Hörer

Seit der ersten Folge im Februar 2016 höre ich den Apfelfunk von von Jean-Claude Frick und Malte Kirchner. Und ich habe bisher tatsächlich noch keine Folge verpasst. Deshalb ist der Technik-Podcast rund um Neuigkeiten, Trends und Produkte aus dem Apple-Universum auch nach wie vor ganz oben in meiner Podcast-Playlist. Seit diesem Frühjahr haben sich die beiden etwas Neues einfallen lassen: Apfelfunk am Hörer ist ein Live-Format, das einmal im Monat an einem Freitag Abend live über YouTube gestreamt wird. Und am vergangenen Freitag hatte ich das große Vergnügen, in der achten Ausgabe dieser Live Show als Gast dabei sein zu dürfen. Zu nächtlicher Stunde plauderten der Finanzexperte Jochen Siegert, Stammgast Rafael Zeier und ich gemeinsam mit Jean-Claude Frick und Malte Kirchner gemütlich über viele verschiedene Themen, aber vor allem über Apple Pay, das iPad sowie Wünsche und Erwartungen an die neue Apple-Hardware, die uns in den nächsten Wochen wohl ins Haus stehen wird.

iPad-Apps für Projektmanager

Als ich vor zehn Jahren begann, mit dem iPad auf Baustellen und in Besprechungen zu gehen, habe ich mir den heutigen Zustand von Hard- und Software gewünscht. Viele der Punkte, die ich damals noch kritisiert habe, sind mittlerweile (schon längst) ausgemerzt, verbessert und in die für iPadOS typischen Workflows umgesetzt. Zehn Jahre später kann ich mit dem iPad Pro einen guten Teil meiner alltäglichen Arbeit vor allem unterwegs bewältigen. Natürlich gibt es noch immer Mankos, wie beispielsweise das Dateihandling. Aber das ist rückblickend auf den Zustand vor zehn Jahren bestenfalls Jammern auf hohem Niveau. Denn gerade mit dem noch relativ jungen Support für Tastatur, Trackpad und Maus hat das iPad einen großen Schub in Richtung Laptop-Ersatz erlebt und wurde ein ziemlich guter Unterwegs-Computer. Wie daraus erkennbar ist, spielt natürlich nicht nur die Hardware eine Rolle, sondern auch die Software. iPadOS hat sich prächtig entwickelt, hat aber auch immer noch Luft nach oben. Zuletzt sind ja in der diesjährigen WWDC die Aussichten etwas hinter den Erwartungen geblieben. Jedoch nutzt das beste Betriebssystem nichts, ohne ein passendes …

Gedanken zur WWDC-Keynote 2020

Ganz anders war die WWDC-Keynote in diesem Jahr. Rein virtuell und mit ziemlich viel Inhalt in den knapp zwei Stunden. Einiges davon ist im Vorfeld schon geleakt worden und durch die facheinschlägigen Medien gegeistert. Aber es gab durchaus Überraschungen. Meine Wünsche für iPadOS 14 bleiben auch weiterhin Wünsche. Echtes Multitasking wie bei macOS bleibt dem iPad auch weiterhin verwehrt. Das ist besonders doof, wenn man mit dem iPad vernünftige Videokonferenzen machen will. Intelligente Ordner, besser bekannt als Smart Folders und Smart Lists wird es ebensowenig geben. Lediglich eine recht kryptische Meldung dazu kann man auf der offiziellen Apple-Website zu den Neuerungen in iPadOS 14 ziemlich weit unten im Abschnitt „Reminders“ nachlesen: Organize smart lists Customize the Reminders app your own way by rearranging smart lists or hiding them. Nachdem auch in der aktuellen Version von iPadOS in der Erinnerungen-App bereits vier smarte Listen existieren (Heute, Planmäßig, Alle und Markiert), lese ich aus der obigen Mitteilung, dass man die jetzt anders anordnen oder verstecken kann. Keine Rede davon, dass man auch selber solche smarten Listen anlegen …