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Erinnerungen-Kurzbefehl

Ein einfacher Tastaturbefehl zum Öffnen eines Eingabedialogs, um damit rasch einen Gedankenblitz aus dem Kopf und in die Aufgabenliste zu bekommen, ist eine große Hilfe. Viele Apps zur Aufgabenverwaltung bringen solche Tastaturbefehle schon mit. Die hauseigene Erinnerungen-App von Apple hat leider keine derartige Funktion. Aber das lässt sich mit Bordmitteln über einen Kurzbefehl recht einfach nachrüsten.

Vergessene Erinnerungsfunktionen

Seit gut zwei Jahren nutze ich die Erinnerungen-App für mein Aufgabenmanagement. Hier im Blog habe ich darüber schon ein, zwei oder drei Mal berichtet. Überhaupt bin ich ein großer Fan von Apple’s hauseigenen Apps und Bordmitteln auf den diversen Geräten geworden.Die Erinnerungen-App wurde in den letzten Jahren von Apple kontinuierlich und konsequent weiter entwickelt. Und ganz typisch für den Konzern aus dem kalifornischen Cupertino ist dabei die Reduktion auf das Wesentliche. Was zugleich den Charme ausmacht, lässt einen jedoch im täglichen Gebrauch immer wieder an Grenzen stoßen. Und so könnte man fast glauben, dass Apple gewisse Funktionen für Erinnerungen schlichtweg vergessen hat.

Digitaler Minimalismus

Soziale Netzwerke prägen mittlerweile seit einem Jahrzehnt die Medienlandschaft und das Konsumverhalten unserer Gesellschaft. Mit dem Sammeln und Tracking von Nutzerdaten, sowie der dadurch ermöglichten, zielgerichteten Werbung werden Milliarden an Umsätzen generiert. Viele Stunden am Tag verbringen Jung und Alt damit, ihre Chats auf WhatsApp zu checken, die neuesten Stories auf Instagram zu bestaunen oder die Kauflust steigernde Videos auf YouTube anzusehen. Stunden, die abseits des verlockenden digitalen Geflunkers nicht bloß vielleicht produktiver genutzt werden können. Was im Sommer 2018 zunächst als digital-sozialer Eskapismus begann, ist heute, drei Jahre später für mich eine grundlegende Haltung in Form eines digitalen Minimalismus geworden.

Neue Funktionen für Erinnerungen

Apple hat die neuesten Versionen der Betriebssysteme für iPhone und iPad vor knapp einer Woche veröffentlicht. Die Liste der neuen Funktionen für das iPad ist zwar diesmal in Summe recht überschaubar, dennoch sind bei iPadOS 14 ein paar Verbesserungen in der Erinnerungen-App mit an Bord. Angenehmere Eingabe Was sofort auffällt, ist das neue gestaltete Informationsfenster mit den Details zu einer Aufgabe, das deutlich aufgeräumter und übersichtlicher wirkt. Das macht die Eingaben beim Anlegen einer neuen Aufgabe in der neuen Version um einiges angenehmer. Auch die Auswahl eines Fälligkeitsdatums wurde vereinfacht. Anstelle der aus alten iOS-Versionen stammenden, umständlichen und schon recht angestaubten Rollen bewerkstelligt man das nun mit einem Klick in einer übersichtlichen Kalenderauswahl. Die Auswahl der Uhrzeit ist allerdings noch gewöhnungsbedürftig. Apple hat diese Designelemente übrigens auch an allen anderen Stellen in iPadOS 14 eingebaut. Mehr Intelligenz In Mail erkennt die Erinnerungen-App nun mögliche Aufgaben und macht dazu Vorschläge anhand vorheriger Aufgaben, die man aus Mail angelegt hat. Zudem werden auch Vorschläge zur Orten und Terminen unterbreitet. Am iPhone ist es mit iOS 14 möglich, eine …

Hyper-Scheduling

Hyper stammt aus dem Altgriechischen und steht für „über, oberhalb“ in Wortzusammensetzungen. Scheduling ist das englische Wort für Termin- bzw. Zeitplanung. Hyper-Scheduling bedeutet also soviel wie eine sehr intensive Über-Zeitplanung. Bei dieser Art der Planung werden alle Aufgaben und Termine in einen (oder mehrere digitale) Kalender eingetragen. Voraussetzung dafür ist genaues timeblocking, also das Blockieren von Zeitfenstern bzw. das Einteilen der täglich verfügbaren (Arbeits)Zeit in mehrere verschiedene Blöcke. Aber macht es Sinn, alle Aufgaben und Termine im Kalender einzutragen? Bei meiner Arbeit mit verschiedenen Projektleitern und auch Kollegen aus dem Lehrkörper an der FH, sowie Studierenden habe ich unterschiedliche Ausprägungen von Hyper-Scheduling gesehen und beobachten können. Die extremsten Ausprägungen von Hyper-Scheduling sahen dabei ungefähr so aus: Jeder Termin wird in zwei Farben (beruflich und privat, z.B. grün und blau) im Kalender eingetragen. Soweit so gut. Jede Aufgabe wird exakt in ihrer geschätzten Dauer in einer weiteren Farbe (z.B. orange) ebenfalls wie ein Termin im Kalender eingetragen. Weiße Flecken im Kalender führen bei den betroffenen Anwendern zu Unbehagen und sollen daher vermieden werden. Es entsteht also …