Irgendwann im letzte Sommer bin ich über calendar.txt von Tero Karvinen gestolpert. Diese einfache Methode zum Führen eines Kalenders im reinen Textformat hat mich seither nicht mehr losgelassen und ich wollte das in Obsidian implementieren. Alles was ich dazu benötige, sind die tägliche Notiz und das Calendar-Plugin, das ohnehin zur Navigation zwischen und zum Anlegen von neuen täglichen Notizen in meinem Vault seit nahezu jeher installiert ist.
Zunächst habe ich das Format von calendar.txt stark vereinfacht. Da ich nicht alle Termine eines längeren Zeitraums untereinander in einer Textdatei schreibe und auch nicht zwischen unterschiedlichen Kategorien unterscheiden möchte, genügen mir Zeit- und Ortsangaben, sowie die Beschreibung des Termins bzw. des Ereignisses. Zudem möchte ich in der täglichen Notiz die Kalendereinträge mit einem entsprechenden Symbol visuell leicht erkennbar machen. Dazu nutze ich das Kalendersymbol aus den im Blog bereits vorgestellten BuJo Bullets. Somit sieht die Markdown-Schreibweise für einen Kalendereintrag in der täglichen Notiz wie folgt aus: - [o] HH:mm - HH:mm: Terminbeschreibung (@ Ort). Ganztägige Ereignisse werden ohne Zeitangaben in der jeweiligen täglichen Notiz ganz zu Beginn eingetragen.
Die Vorgangsweise für meinen Kalender in Obsidian ist bewusst einfach gehalten. Sobald ein neuer Termin vereinbart wurde, oder eingetragen werden muss, wird dafür die entsprechende tägliche Notiz durch Klick auf das Datum im Monatskalender in der Seitenleiste erstellt und der Termin eingetragen. Den Monatskalender in der Seitenleiste stellt das Calendar-Plugin zur Verfügung und markiert jene Tage dort mit zumindest einem kleinen Punkt, für die es bereits eine tägliche Notiz gibt. Dadurch sind auch jene Tage leicht im Kalender erkennbar, für die bereits Termine oder Ereignisse eingetragen wurde. Das funktioniert übrigens am Smartphone auch wunderbar.
Für das Übertragen der bereits in der Kalender-App angelegten Termine habe ich einen Siri-Kurzbefehl gebastelt, mit dem sich die Ereignisse und Termine für einen bestimmten Zeitraum aus dem Kalender heraus ins Markdown-Format übertragen lassen. Ebenso habe ich mir eine eigene Datei mit den jährlich wiederkehrenden Ereignissen wie Geburts-, Jahres- und Feiertage in Obsidian angelegt, aus der ich dann im Bedarfsfall ebendiese in die täglichen Notizen übertrage.
Besonders gut gefällt mir neben der Einfachheit dieser Vorgehensweise, dass ich damit in der täglichen Notiz neben den Logbucheinträgen auch Kalendereinträge und Aufgaben in kompakter Form als quasi interstitielles Bullet-Journal im reinen Text- bzw. Markdown-Format zusammenstellen kann.