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M2-Airfahrungen

Lesedauer: 3 Minuten

Seit vergangenem Freitag ist das neue MacBook Air mit M2-Chip im Handel erhältlich. OK, ein wenig Geduld oder Glück braucht man schon, wenn man eines ergattern möchte. Aber das ist eben derzeit so, dass die sofortige Verfügbarkeit sämtlicher Produkte eingeschränkt ist. Doch nun zurück zum Marktstart des MacBook Air. Rechtzeitig sind am Donnerstag Nachmittag und Freitag die ersten Reviews dazu erschienen. Ein paar davon habe ich gelesen, angeschaut und die M2-Airfahrungen zusammengefasst.

Text-Reviews

Der erste Review, den ich am Donnerstag Nachmittag zum neuen MacBook Air mit M2-Prozessor gelesen habe, war der von Jason Snell auf sixcolors.com. Sein Fazit liest sich ganz witzig:

2022’s MacBook Air isn’t quite that old friend. It’s got something old (MagSafe), something new (the M2), something borrowed (the design of the 2021 MacBook Pro), and something blue (if you choose the Midnight color option). It’s a new Air for a new era.

Jason Snell

Kurz darauf habe ich mich durch den Review von Brian Heater auf TechCrunch gelesen. Sein Gesamteindruck im Fazit fällt recht positiv aus:

The M2 Air, meanwhile, strikes a harmonious balance. It’s thin and light, has some of the line’s best new features and boasts enough power for most needs, without going overboard for daily use.

Brian Heater

Auch die futurezone.at hat einen Review zum M2-Air veröffentlicht. Thomas Prenner lobt vor allem die lange Akkulaufzeit und auch sein Fazit fällt durchwegs positiv aus:

Zusammengefasst ist das MacBook Air mit M2-Chip wohl eines der besten Notebooks, das Apple je gemacht hat. Dafür sorgen das erfrischende Design in Kombination mit dem flotten M2-Chip, der erfreulicherweise ohne Lüfter auskommt. Parallel dazu erfreut die herausragende Akkulaufzeit.

Thomas Prenner

Video-Reviews

Auch die ersten Video-Reviews flimmerten bereits am Donnerstag Nachmittag kurz vor dem offiziellen Marktstart über die Bildschirme. Drei waren besonders informativ und geben in Summe einen guten Eindruck zum jüngsten Rechner von Apple.

Rafal Zeier bringt mit 30 Minuten Spieldauer einen richtig langen Videobericht. Zu Beginn wird ausgepackt und dann gibt es einen Zeitsprung zum Testergebnis nach ein paar Tagen Erfahrungen mit dem MacBook Air 2022. Schwer zu verkraften war für Rafael Zeier, der ja ein großer iPad-Fan ist, die Erkenntnis, dass das neue Air um knappe 200 Gramm leichter ist, als das iPad Pro 12,9’’ samt Magic Keyboard und Stift.

Kilian vom iKnowReview ist einer der Wenigen, die das MacBook Air nicht im neuen Mitternachtsblau, sondern in der Farbe Polarstern getestet haben. In gewohnt professioneller Art und Weise zeigt er auch die Schwachpunkte des Geräts auf und kritisiert die Preisgestaltung.

iJustine nimmt in ihrem Videobericht nach dem Unboxing und dem Einrichten das MacBook Air mit hinaus ins Freie und bietet damit auch ein paar Blicke auf das Gerät in quasi freier Wildbahn.

Zusammenfassung

Unisono finden alle Reviews großes Lob für Apple’s neues Einsteiger-MacBook. Das neue Design ist gelungen und man vermisst die mittlerweile etwas in die Jahre gekommene Keilform kaum noch. In Summe wirkt es im neuen Design sogar schlanker.
Der M2-Chip bringt erwartungsgemäß nochmals mehr Leistung, als der M1-SOC. Allerdings wird das Gerät bei stärkerer Belastung des Prozessors ziemlich warm. Aber da stellt sich freilich die Frage, wann bzw. wie oft man das MacBook Air bei den dafür gedachten, alltäglichen Anwendungen für Büro oder Studium so an seine Grenzen bringen wird, dass es tatsächlich zur Reduktion der Prozessorleistung aus thermischen Gründen kommt?
Das 13,6’’-Liquid Retina Display mit True Tone ist etwas größer, als beim M1-MacBook Air und schafft 500 Nits, ist aber kein XDR-Display, wie jenes in den MacBook Pro’s von 2021 und hat auch kein Pro-Motion. Die Tastatur wirkt wie beim 14’’- und 16’’-MacBook Pro hochwertig und ist zwischen den Tasten nicht bloß schwarz, sondern in der Gehäusefarbe gehalten. Auch die Lautsprecher machen den ersten Testergebnissen zufolge wohl einen guten Eindruck. Sie sind quasi unsichtbar verbaut und der Klang ist trotz der Schlankheit des Geräts richtig gut.

In der Basiskonfiguration sollte man auf die SSD achten, denn die darin verbaute 256GB-SSD ist langsamer, als die größeren Speicherbausteine und die SSDs in den 14 und 16 Zoll-MacBook-Pro-Modellen mit M1-Max und M1-Pro sind ungefähr doppelt so schnell. In einem Artikel von heise online steht dazu: „Die SSD-Geschwindigkeit ist nicht nur wichtig zum Laden von Programmen und Inhalten, sondern auch, weil RAM bei den Apple-Silicon-Maschinen häufiger auf die SSD ausgelagert wird.“.

Die Kritik an den Preisen in den meisten Reviews ist durchaus berechtigt. Das günstigste Modell mit der langsamen 256GB-SSD kostet 1.499 EUR. Das neue MacBook Air lässt sich bis zum stolzen Preis von 2.999 EUR hochkonfigurierten und spielt damit preislich – aber nicht leistungstechnisch – in der Liga der aktuellen MacBook Pro-Modelle aus 2021.
Meine Wunschkonfiguration, natürlich im neuen Mitternachtsblau sowie mit dem neuen M2 Chip mit 8‑Core CPU, 10‑Core GPU und 16‑Core Neural Engine, 16 GB gemeinsamer Arbeitsspeicher, 1 TB SSD Speicher und dem neuen 35W Dual USB‑C Port Netzteil würde 2.309 EUR kosten und wäre ungefähr Mitte August lieferbar.
Hätte ich nicht im letzten Herbst bereits beim 14-Zoll-MacBook Pro zugeschlagen, wäre ich beim neuen MacBook Air heuer sicher schwach geworden. Ich hatte schon 2011 ein MacBook Air mit 11-Zoll-Display im Einsatz und bin dann 2013 auf das 13-Zoll-Modell gewechselt. Dieses mittlerweile neun Jahre alte Gerät versieht übrigens immer noch seine Dienste und bekommt heuer im Herbst erstmalig kein Update auf das neue macOS mehr.

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