Alle Artikel mit dem Schlagwort: Digitalisierung

Nachhaltige Digitalisierung

Wie passen Nachhaltigkeit und Digitalisierung eigentlich zusammen? Mit einem Blick auf den Ressourcenverbrauch, den die Digitalisierung in allen Bereichen des täglichen Lebens verursacht, könnte man schlussfolgern, dass Digitalisierung niemals nachhaltig sein kann. Schließlich wurden 2019 geschätzte 6.800 TWh als Primärenergie für Digitalisierung verwendet. Das entspricht 1.400 Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen bzw. 3,8% vom globalen Emissionsausstoß. Und bis 2030 werden bis zu 20% des globalen Elektrizitätsverbrauchs vom Informations- und Kommunikationstechnik-Sektor beansprucht. Doch was zunächst wie ein Widerspruch in sich klingt, bedingt sich bei genauerer Betrachtung gegenseitig.

Digitalisierung in Zeitlupe

Die Baubranche ist nicht gerade dafür bekannt, schnell auf Trends zu reagieren. Kostensteigerungen sind dabei die einzige Ausnahme. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die Digitalisierung in der Baubranche – jedenfalls gefühlt – nur langsam voranschreitet. Ein vor kurzem erschienener Artikel auf heise.de macht einmal mehr auf den Nachholbedarf der Baubranche in Sachen Digitalisierung aufmerksam. Aber was ist eigentlich der Grund für die schnarch-langsame Digitalisierung der Baubranche? Und geht es tatsächlich so langsam, oder ist das nur eine Wahrnehmung?

Was wurde eigentlich aus iomega?

Neulich ist mir bei meiner liebsten Sisyphusarbeit, dem Aufräumen im Keller ein Stapel blaugrauer zip-Disketten von iomega in die Hände gefallen. Viele Erinnerungen an die 1990er tauchten umgehend auf, eine Zeit, in der diese Disketten ein wichtiges Sicherungsmedium für meine Computer-Arbeit waren. Ich kann mich sogar noch an die klackenden Geräusche erinnern, die das dafür benötigte, blaue zip-Drive von sich gab, wenn man so eine Diskette eingelegt bzw. wieder ausgeworfen hat.

BIM und Urban Mining

Urban Mining bietet nicht nur eine Möglichkeit, mit Hilfe von Recycling im Sinne der Kreislaufwirtschaft den CO2-Ausstoß der Baubranche zu reduzieren, sondern die Bauwirtschaft kann sich damit auch ein Stück weit von der Rohstoffknappheit unabhängiger machen. Eine Frage drängt sich in diesem Zusammenhang besonders in den Vordergrund: Wie können die in Bauwerken enthaltenen Rohstoffe effektiv katalogisiert werden, um sie in Zukunft bei Bedarf erschließen und abbauen zu können? Eine mögliche Antwort findet man in einer Kombination von Urban Mining und BIM.