Alle Artikel mit dem Schlagwort: Nachhaltigkeit

Nachhaltige Digitalisierung

Wie passen Nachhaltigkeit und Digitalisierung eigentlich zusammen? Mit einem Blick auf den Ressourcenverbrauch, den die Digitalisierung in allen Bereichen des täglichen Lebens verursacht, könnte man schlussfolgern, dass Digitalisierung niemals nachhaltig sein kann. Schließlich wurden 2019 geschätzte 6.800 TWh als Primärenergie für Digitalisierung verwendet. Das entspricht 1.400 Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen bzw. 3,8% vom globalen Emissionsausstoß. Und bis 2030 werden bis zu 20% des globalen Elektrizitätsverbrauchs vom Informations- und Kommunikationstechnik-Sektor beansprucht. Doch was zunächst wie ein Widerspruch in sich klingt, bedingt sich bei genauerer Betrachtung gegenseitig.

Klimawandel im Serienformat

Klimawandel und Klimaschutz spielen auch bei Apple eine große Rolle. Das Unternehmen möchte bis 2030 CO2-neutral iPhones, iPads, Macs, Apps & Co. produzieren und auf erneuerbare Energie setzen. Und nun hat Apple auch eine neue Serie zum Klimawandel am Start: Extrapolations kann ab 17. März auf AppleTV+ gestreamt werden.

Fünf Projekte gegen den Klimawandel

Der kürzlich veröffentlichte Ausblick des Hamburger CLICCS für das Jahr 2023 kommt zum Ergebnis, dass die Begrenzung der Erderwärmung auf unter 1,5° Celsius nicht mehr plausibel ist. Als Gründe dafür werden die zu langsamen gesellschaftlichen Prozesse angeführt, die nach Meinung der beteiligten Forscher wichtiger sind, als die physikalischen Kipppunkte. Zwar gibt es positive Entwicklungen, wie den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und die Klimapolitik der Vereinten Nationen, aber der gesellschaftliche Wandel schreitet zu langsam voran.

Europas Superstromnetz

Das europäische Verbundnetz, das die Staaten insbesondere in Koninentaleuropa, sowie Skandinavien und Großbritannien schon seit einigen Jahren miteinander verbindet, soll zu einem so genannten Supergrid ausgebaut werden. Ein Supergrid ist ein leistungsfähiges Stromnetz, das zum einen weit voneinander entfernte Gebiete miteinander verbinden kann und zum anderen die fluktuierende Stromproduktion durch den Ausbau erneuerbarer Energiequellen wie Windkraft und Photovoltaik verstetigen kann, ohne dass eine Vielzahl aufwändiger Speicherkraftwerke errichtet werden muss. Durch solche Supergrids können beispielsweise Europa und Nordafrika verbunden werden, oder das europäische Nordseenetz mit seiner Vielzahl an Offshore-Windparks. Im Video von Tomorrow’s Build wird in neun Minuten anschaulich erklärt, wie ein solches Supergrid in Europa durch Unterseekabeltrassen ausgebaut wird. Diese Unterseekabeltrassen sind teilweise über 700 km lang und durchqueren die Nordsee beispielsweise zwischen Skandinavien und Großbritannien oder Deutschland. Ebenfalls bemerkenswert sind die über 60 km langen Tunnelstrecken, durch die Überlandleitungen zwischen Spanien und Frankreich durch die Pyrenäen geführt werden.

BIM und Urban Mining

Urban Mining bietet nicht nur eine Möglichkeit, mit Hilfe von Recycling im Sinne der Kreislaufwirtschaft den CO2-Ausstoß der Baubranche zu reduzieren, sondern die Bauwirtschaft kann sich damit auch ein Stück weit von der Rohstoffknappheit unabhängiger machen. Eine Frage drängt sich in diesem Zusammenhang besonders in den Vordergrund: Wie können die in Bauwerken enthaltenen Rohstoffe effektiv katalogisiert werden, um sie in Zukunft bei Bedarf erschließen und abbauen zu können? Eine mögliche Antwort findet man in einer Kombination von Urban Mining und BIM.