Alle Artikel mit dem Schlagwort: Nachhaltigkeit

Europas Superstromnetz

Das europäische Verbundnetz, das die Staaten insbesondere in Koninentaleuropa, sowie Skandinavien und Großbritannien schon seit einigen Jahren miteinander verbindet, soll zu einem so genannten Supergrid ausgebaut werden. Ein Supergrid ist ein leistungsfähiges Stromnetz, das zum einen weit voneinander entfernte Gebiete miteinander verbinden kann und zum anderen die fluktuierende Stromproduktion durch den Ausbau erneuerbarer Energiequellen wie Windkraft und Photovoltaik verstetigen kann, ohne dass eine Vielzahl aufwändiger Speicherkraftwerke errichtet werden muss. Durch solche Supergrids können beispielsweise Europa und Nordafrika verbunden werden, oder das europäische Nordseenetz mit seiner Vielzahl an Offshore-Windparks. Im Video von Tomorrow’s Build wird in neun Minuten anschaulich erklärt, wie ein solches Supergrid in Europa durch Unterseekabeltrassen ausgebaut wird. Diese Unterseekabeltrassen sind teilweise über 700 km lang und durchqueren die Nordsee beispielsweise zwischen Skandinavien und Großbritannien oder Deutschland. Ebenfalls bemerkenswert sind die über 60 km langen Tunnelstrecken, durch die Überlandleitungen zwischen Spanien und Frankreich durch die Pyrenäen geführt werden.

BIM und Urban Mining

Urban Mining bietet nicht nur eine Möglichkeit, mit Hilfe von Recycling im Sinne der Kreislaufwirtschaft den CO2-Ausstoß der Baubranche zu reduzieren, sondern die Bauwirtschaft kann sich damit auch ein Stück weit von der Rohstoffknappheit unabhängiger machen. Eine Frage drängt sich in diesem Zusammenhang besonders in den Vordergrund: Wie können die in Bauwerken enthaltenen Rohstoffe effektiv katalogisiert werden, um sie in Zukunft bei Bedarf erschließen und abbauen zu können? Eine mögliche Antwort findet man in einer Kombination von Urban Mining und BIM.

Vier Punkt Null

Alles scheint derzeit 4.0 zu sein. Vor allem in der Industrie. Und was dort schon längere Zeit ein viel diskutiertes Thema ist, kommt allmählich auch in der Baubranche an. Mitte Juni gab es dazu gleich zwei Artikel (hier und hier) in einer Wochenendausgabe von Die Presse zu lesen. Aber was bedeutet dieses Vier Punkt Null eigentlich für das Planen und Bauen in der Zukunft? Welche Möglichkeiten tun sich dadurch auf und welche Themenbereiche sollten in Forschung und Entwicklung untersucht werden? Ein paar (utopische) Gedanken dazu … 

Was kostet Nachhaltigkeit?

Dass Nachhaltigkeit über bloße Energieeffizienz von Gebäuden hinausgeht, ist mittlerweile (vermutlich) ausreichend bekannt und wurde hier auch schon beschrieben. Denn Nachhaltigkeit umfasst eben neben ökonomischen Kriterien (und zu diesen gehört die Energieeffizienz letztendlich auch, denn dort sollte sie sich nämlich spürbar auswirken) auch ökologische, soziale, kulturelle und gesundheitliche Kriterien. Und jedes Mal, wenn man mit Auftraggebern über dieses Thema spricht, landet man relativ rasch bei der Frage, was denn diese Nachhaltigkeit (gemeint ist damit eine nachhaltige Planung und Umsetzung) bei einem Bauprojekt eigentlich kostet? 

Was ist Nachhaltigkeit?

Woher kommt eigentlich der Begriff Nachhaltigkeit und was hat das mit dem Projektmanagement und der Planung von Bauwerken zu tun? Ist Nachhaltigkeit etwas ganz Neues oder eigentlich schon ein alter Hut? Wann machen Nachhaltigkeitszertifikate für Bauwerke Sinn? Fragen, die mich bei der Vorbereitung auf meinen Beitrag zum ICC 2012 in Innsbruck beschäftigen und zu denen ich hier erste Gedanken niederschreibe …