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Doppelte Helligkeit – Vivid holt mehr raus

Der Sommer ist da! Und das lockt den einen oder die andere auch mit einem MacBook ins Freie. Die jüngste MacBook-Pro-Generation aus 2021 hat ein integriertes Liquid Retina XDR-Display verbaut. Dieses Display schafft bis zu 1.600 Nits an Leuchtdichte, lässt sich aber im Normalbetrieb manuell nicht über 500 Nits hinaus einstellen. Vor allem im Freien ist das je nach Umgebungshelligkeit mitunter zu dunkel, um damit vernünftig arbeiten zu können. Die App Vivid hat sich auf die Fahnen geschrieben, genau das zu verbessern. Kurzum blendet die App eine zweite Leiste für die erweiterte Display-Helligkeit ein. Damit lässt sich dann das XDR-Display bis auf die maximal mögliche Leuchtdichte hinauf regulieren. Und das ist in der Tat ziemlich hell.

Vivid’s Display-Helligkeitsregler

Vivid läuft auf Apple’s MacBook-Pro-Modellen aus dem Jahr 2021 mit den M1-Prozessoren und 14’’ bzw. 16’’ Bildschirmdiagonale. Auch das externe Pro Display XDR wird unterstützt.

In den letzten Tagen habe ich Vivid in verschiedenen Situationen getestet. Wenn man mit dem MacBook Pro in Büroräumen oder zu Hause arbeitet, bringt das eingebaute XDR-Display genügend Leuchtdichte. Selbst neben einem Fenster ist das nach meiner Erfahrung noch ausreichend. Sicher wären ein paar Nits mehr durchaus fein, aber es ist eigentlich ganz gut so, wie es eben ist. Vivid ist in dieser Umgebung daher eigentlich nicht erforderlich.

Mit dem MacBook Pro im Freien sieht das Bild schon differenzierter aus. Im Schatten verhält es sich ähnlich wie in hellen Räumen. Da macht das eingebaute XDR-Display ohne Vivid einen ganz passablen Eindruck.

Im Sonnenlicht ist das MacBook Pro von der Leuchtdichte des Displays her jedoch fast unbrauchbar. In diesem Fall leistet Vivid gute Dienste, da man in dieser Umgebung die maximal möglich Leuchtdichte gut brauchen kann. Ich habe auch gelesen, dass es vorkommen kann, dass das XDR-Display die Leuchtdichte bei hoher Umgebungshelligkeit oder einer entsprechenden Anwendung (z.B. HDR-Videowiedergabe) automatisch hinauf reguliert. Bei meinen Tests konnte ich das jedoch trotz entsprechender Einstellung nicht feststellen.

Systemeinstellungen für das XDR-Display am MacBook Pro 14“ 2021

Bei angeschlossenem externen Display, das kein XDR kann, funktioniert Vivid nur am XDR-Display, das im MacBook Pro verbaut ist. Wenn das nun zu hell eingestellt ist und die Leuchtdichte reduziert wird, dann wird natürlich auch die Leuchtdichte am externen Bildschirm entsprechend reduziert. Das kann eventuell unbefriedigend sein, weil zu dunkel. Damit das nicht passiert, müsste man eine zusätzliche App installieren, die das getrennte Steuern der Display-Helligkeit für den externen Monitor ermöglicht. MonitorControl bietet diese Funktion und ist vermutlich gerade in einem so heterogenen Bildschirmsetup recht hilfreich.

Welche Langzeitauswirkungen der Betrieb des XDR-Displays bei hoher Leuchtdichte haben kann, ist unbekannt. Es ist allerdings klar, dass die Akkuleistung des MacBook Pro bei entsprechend langer Nutzung mit hoher oder gar maximaler Leuchtdichte schneller nachlässt.

Mein Fazit nach ein paar Tagen mit Vivid ist kurz: die App macht das eingebaute XDR-Display im MacBook Pro richtig hell, ist mir aber mit 20 USD dann doch zu teuer. So häufig sitze ich mit meinem MacBook Pro nämlich nicht in der Sonne.

Wer will, kann die App kostenlos im Split-Screen-Modus testen und bei Gefallen als Einmalkauf für 20 USD direkt auf der Website der Entwickler erwerben. Für die Nutzung auf mehreren Rechnern im Team oder Unternehmen gibt es eine Preisstaffelung. Derzeit läuft eine Sommer-Aktion mit 10% Preisnachlass.

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