Technik
Schreibe einen Kommentar

Obsidian Kaizen: Regeln & Tipps für Tags

Die letzte Ausgabe von Obsidian Kaizen ist schon wieder eine ganze Weile her. Allerhöchste Zeit daher, hier mal wieder nachzulegen. Diesmal geht es um Schlagworte – sogenannte Tags. Da scheiden sich ja die Geister, ob es denn vernünftiger sei, Notizen in Ordnern abzulegen, oder keine Ordner zu verwenden und stattdessen auf Tags zu setzen.

In meinem Obsidian-Vault nutze ich beides, also eine Ordnerstruktur und zusätzlich auch Schlagworte. Das hat den Vorteil, dass ich damit zum einen die Notizen thematisch in Ordner ablegen und zum anderen durch die Verschlagwortung sozusagen quer dazu eine Zuordnung herstellen kann. Zum Beispiel sind über Tags alle Notizen aus allen Ordnern meines Vaults auffindbar, die gerade bearbeitet werden – also mit dem Tag #inArbeit verschlagwortet sind.

Vier Tagging-Regeln

Um Schlagworte effektiv nutzen zu können, halte ich mich an vier grundsätzliche Regeln:

  • Konsequenz: Tags sollten konsequent und eigentlich immer eingesetzt werden. Daher sind in manchen Vorlagen für Notizen gleich die entsprechenden Schlagworte enthalten.
  • Sparsamkeit: Zu viele Tags führen eher dazu, dass man den Überblick verliert und irgendwann aufgibt, Notizen zu verschlagworten. Daher lieber wenige Tags, die jedoch konsequent verwenden.
  • Einfachheit: Eine flache, nicht zu stark verschachtelte Schlagwortstruktur ist effizienter, als der Versuch, mit Tags eine Ordnerstruktur nachzubauen. Daher sind maximal zwei bis drei Ebenen in der Tag-Struktur ausreichend. Das ist zudem einfach zu merken und gut einprägsam.
  • Umsetzbarkeit: Tags können durchaus aktionsbasiert sein – also umsetzbar. Damit man beispielsweise mit einem Klick auf das jeweilige Schlagwort alle Notizen findet, die man noch bearbeiten möchte.

Vier Tagging-Praxistipps

Für die tägliche Anwendung kann ich aus meiner bisherigen Schlagwort-Praxis vier Tipps empfehlen:

  • Keine Leerzeichen: Auf Leerzeichen innerhalb der Tags sollte man verzichten. Die bestehen meist ohnehin nur aus einem Wort.
  • Groß- und Kleinschreibung: Dass man alle Tags ausschließlich in Kleinbuchstaben verfassen sollte, vermeidet zwar Fehler bei der Suche, da die Suchfunktion in Obsidian Klein- und Großschreibung unterscheidet. Aber meiner Meinung nach muss das nicht sein.
  • Autovervollständigung: Die Autovervollständigung von Obsidian bei der Eingabe von Tags spart nicht nur Tipparbeit, sie hilft auch dabei, Tippfehler zu vermeiden. Denn eine falsche Schreibweise eines bereits vorhandenen Schlagworts führt zu einer unerwünschten Tag-Vermehrung an falsch geschriebenen Duplikaten.
  • Singular: Der Plural in der Bezeichnung von Tags sollte vermieden und stattdessen die Schlagworte stets im Singular benannt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.