Autor: Thomas Mathoi

App-Tipp: MusicBox

„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“, schrieb Friedrich Nietzsche Ende des 19. Jahrhunderts in der „Götzen-Dämmerung“. Und damit man diesem Irrtum nicht unterliegt, oder sogar vergisst, in welche Musikstücke man noch reinhören wollte, ist nun eine neue App behilflich. Die Rede ist von MusicBox. Die App wurde von Marcos Tanaka entwickelt, der auch für die von mir ebenfalls regelmäßig genutzte App MusicHarbor verantwortlich zeichnet. Auf den Punkt gebracht ist MusicBox eine Read-Later-App für Musik – also eigentlich eine Listen-Later App. Musikstücke und Alben, die man in Apple Music oder Spotify entdeckt und für den späteren Hörgenuss vormerken möchte, können in MusicBox gespeichert werden. Die noch recht junge App habe ich seit ein paar Tagen im Einsatz und bin begeistert. Sie macht sowohl unter iOS, als auch unter macOS eine gute Figur.

WWDC-Wunschliste 2022

Der Sommer naht. Und mit ihm die alljährliche World Wide Developer Conference von Apple. Das heizt die Gerüchteküche im Vorfeld natürlich wie jedes Jahr kräftig an. Das Potpourri reicht heuer von einem neuen MacBook Air in bunten Farben samt neuem M2-Chip über diverse neue Funktionen in den Betriebssystemen bis hin zur heiß erwarteten Apple-Brille. Ich fasse hier mal zusammen, was mir in den vergangenen Wochen besonders aufgefallen ist und stelle dann, wie auch in den letzten Jahren, meine persönliche WWDC-Wunschliste zusammen.

Ein-Computer-Lifestyle

Apple baut tolle Computer. Das ist unbestritten schon gefühlt seit jeher so. Und es gibt für jeden ein passendes Gerät im Produkt-Line-up. Das war unbestritten nicht immer so. Aber seit ein paar Jahren ist es sogar so, dass Nutzer von Apple’s tollen Geräten derer mehrere täglich in Gebrauch haben. Das freut natürlich Apple und machte das kalifornische Unternehmen zu einem der wertvollsten der Welt.Doch wäre es nicht schön, alles was man im Alltag zu erledigen hat, auf nur einem einzigen Gerät bewerkstelligen zu können. OK, das Smart- bzw. iPhone lassen wir dabei außen vor und beschränken uns auf Computer und Tablets. Aber warum ist das eigentlich so, dass ich für meine tägliche Arbeit ein MacBook und ein iPad brauche? Ginge das, was ich damit zu tun habe, nicht auch mit nur einem von den beiden?

Europas Superstromnetz

Das europäische Verbundnetz, das die Staaten insbesondere in Koninentaleuropa, sowie Skandinavien und Großbritannien schon seit einigen Jahren miteinander verbindet, soll zu einem so genannten Supergrid ausgebaut werden. Ein Supergrid ist ein leistungsfähiges Stromnetz, das zum einen weit voneinander entfernte Gebiete miteinander verbinden kann und zum anderen die fluktuierende Stromproduktion durch den Ausbau erneuerbarer Energiequellen wie Windkraft und Photovoltaik verstetigen kann, ohne dass eine Vielzahl aufwändiger Speicherkraftwerke errichtet werden muss. Durch solche Supergrids können beispielsweise Europa und Nordafrika verbunden werden, oder das europäische Nordseenetz mit seiner Vielzahl an Offshore-Windparks. Im Video von Tomorrow’s Build wird in neun Minuten anschaulich erklärt, wie ein solches Supergrid in Europa durch Unterseekabeltrassen ausgebaut wird. Diese Unterseekabeltrassen sind teilweise über 700 km lang und durchqueren die Nordsee beispielsweise zwischen Skandinavien und Großbritannien oder Deutschland. Ebenfalls bemerkenswert sind die über 60 km langen Tunnelstrecken, durch die Überlandleitungen zwischen Spanien und Frankreich durch die Pyrenäen geführt werden.

Kurznotiz zur Google I/O 2022

Gestern ging die Keynote zur Entwicklerkonferenz Google I/O 2022 über die Bühne. Sprichwörtlich sogar, denn Sundar Pichai, der CEO von Google sprach im sonnigen Kalifornien vor Publikum auf einer entfernt an ein Wohnzimmer erinnernden Bühne über die nahe Zukunft der Google-Produkte. In recht langen zwei Stunden ging es um Google Translate, den neuen Immersive Stream für Google Maps (ein wirklich cooles Feature), den Google Assistent, die Google Suche, Privatsphäre (irgendwie bei Google immer noch ein Widerspruch in sich), eine neue Google Wallet, natürlich ausführlich um Android 13 und Hardware. Dabei stellte Google eine runde Pixel Watch mit Fitbit-Integration vor, gab einen Ausblick auf ein neues Pixel Tablet, das 2023 auf den Markt kommen soll und präsentierte die neuen Pixel Buds samt Pixel Phones mit den Nummern 6a (kommt im Sommer) und 7 (kommt im Herbst). Aber richtig spannend wurde es erst in den letzten fünf Minuten! Denn da gab es eine Vorschau auf die nächste Augmented Reality Brille von Google. Sozusagen die Weiterentwicklung von Google Glass. Gezeigt wurde der Prototyp einer etwas klobig wirkenden, schwarzen …