Technik

Das Calendar-Plugin für Obsidian

Der leistungsfähige Markdown-Editor Obsidian kann auch prima zur Planung verwendet werden. Das Calendar-Plugin von Liam Cain erleichtert dabei die Navigation zwischen den täglichen und wöchentlichen Notizen mit einer praktischen Kalenderansicht in der Seitenleiste.

Funktionsweise

Die externe Erweiterung Calendar bringt eine monatsweise Kalenderansicht in die Seitenleiste von Obsidian zur Visualisierung und Navigation zwischen den täglichen und wöchentlichen Notizen.
Mit einem Klick auf das gewünschte Datum gelangt man direkt zur täglichen Notiz. Falls zum angeklickten Datum noch keine solche existiert, wird sie auf Wunsch umgehend angelegt. Das ist beispielsweise dann praktisch, wenn man für die Zukunft vorausplanen möchte. Wochennummern können ebenfalls angezeigt werden. Und mit wöchentlichen Notizen kann das Plugin auch umgehen.

Kalenderansicht in der Seitenleiste

Übrigens visualisieren die kleinen Punkte und leeren Kreisringe beim Datum, wie viel man in der jeweiligen täglichen Notiz geschrieben hat, oder ob es noch unerledigte Aufgaben gibt. Jeder volle Punkt steht für 250 Wörter in der täglichen Notiz. Drei solche vollen Punkte bedeuten also, dass man an diesem Tag 750 Wörter in der täglichen Notiz geschrieben hat. Der Schwellenwert lässt sich in den Einstellungen verändern (siehe weiter unten). Ein leerer Kreisring symbolisiert, dass man an diesem Tag oder in dieser Woche noch nicht alle Aufgaben erledigt hat, gibt allerdings keine Auskunft darüber, wie viele Aufgaben noch offen sind.

Das Plugin kann auch über die Befehlspalette bedient werden. Allerdings werden die Funktionen dort vom Periodic-Notes-Plugin gekapert, das vom selben Entwickler stammt. Selbiges gilt auch für die Einstellungen, die nach der Installation des Periodic-Notes-Plugin deutlich reduziert sind. Die Optionen für tägliche und wöchentliche Notizen wandern dann nämlich in die Einstellungen des Periodic-Notes-Plugin.

Einstellungen

Die Einstellmöglichkeiten der externen Erweiterung gliedern sich in die allgemeinen und erweiterten Einstellungen.

In den General Settings kann man zunächst den bereits erwähnten Schwellenwert für die Anzahl der Wörter festlegen, die durch einen vollen Punkt in der Kalenderansicht symbolisiert werden. Wenn man die Zählung der Wörter deaktivieren möchte, dann trägt man in das Feld einfach eine Null ein. Übrigens stellt das Plugin aus Platzgründen nicht mehr als fünf Punkte in der Kalenderansicht dar.

Als nächstes definiert man unter Start week on den Wochentag, an dem eine neue Woche beginnen soll. Bei mir ist das standardmäßig der Montag, so wie in unseren Breiten üblich. Alternativ kann aber auch jeder beliebige andere Wochentag ausgewählt werden.

Die Option Confirm before creating new note fragt vor dem Anlegen einer neuen täglichen oder wöchentlichen Notiz, ob man das auch tatsächlich machen möchte. Wenn das nicht gewünscht ist und die Notiz gleich direkt beim Anklicken des Datums oder der Wochennummer angelegt werden soll, kann man das hier deaktivieren.

Aktiviert man Show week number, werden in der Kalenderansicht die Wochennummern angezeigt. Dazu fügt das Plugin eine eigene Spalte ein. Wenn man auf eine Wochennummer klickt, wird damit die zugehörige wöchentliche Notiz geöffnet, oder sofern noch keine existiert und es gewünscht ist, eine neue angelegt.

Einstellmöglichkeiten des Plugins

Unter Advanced Settings hat man lediglich die Möglichkeit, mit Override locale das jeweilige Gebietsschema zu ändern. Standardmäßig ist natürlich dasselbe Gebietsschema wie jenes vom Betriebssystem eingestellt. Falls man jedoch in Obsidian ein anderes bevorzugt, kann man das hier auswählen.

Fazit

Das Calendar-Plugin war eines der ersten, die ich in meinem Obsidian-Vault installiert habe und seither nicht mehr vermissen möchte. Es ist eine große Hilfe bei der Planung und beim Navigieren zwischen täglichen und wöchentlichen Notizen und ergänzt sich perfekt mit dem Periodic-Notes-Plugin. Für das Anlegen der täglichen Notizen verwende ich allerdings lieber meinen eigenen Siri-Kurzbefehl, weil damit automatisch gleich mehrere andere Daten wie beispielsweise Kalenderereignisse direkt mit eingetragen werden.

Und auch wenn die letzte Aktualisierung der externen Erweiterung schon drei Jahre alt ist, kann man das Plugin dennoch uneingeschränkt zur Installation empfehlen. Vermutlich wird Liam Cain eines Tages das Calendar-Plugin und das Periodic-Notes-Plugin in eine externe Erweiterung zusammenführen.

Das Plugin kann entweder bei GitHub oder direkt aus dem Verzeichnis der externen Erweiterungen in Obsidian heruntergeladen und installiert werden.