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Obsidian-Plugins – ein paar Gedanken

Vor wenigen Tagen, am 24. Januar, um genau zu sein, hat Obsidian die diesjährigen Gewinner der Gems of the year 2023 veröffentlicht. Darunter sind neben Themes, Tools, Content und Templates auch einige Plugins. Und zwar in den beiden Kategorien New plugin und Existing plugin. Bevor ich mich nun ans Ausprobieren jener externen Erweiterungen davon mache, die ich noch nicht kenne, oder die ich auf meiner Testliste habe, vorab ein paar Gedanken zu Plugins in Obsidian.

Obsidian & E-Mails

E-Mail ist eines der beliebtesten Kommunikationsmittel unserer Zeit, aber es ist Segen und Fluch zugleich. Manche nutzen ihren digitalen Posteingang gerne als Aufgabenliste, andere managen aus der Inbox ganze Projekte. Beides ist mehr als nur fragwürdig. Aber noch sonderbarer ist es, eine E-Mail im eigenen PKM-System abzuspeichern. Daher gehe ich der Frage nach, welche Gründe das haben könnte und wie man’s mit Obsidian hinbekommt.

Was bedeutet eigentlich PKM?

PKM ist eine Abkürzung bzw. ein Akronym für viele Begriffe. Die Palette reicht von Personenkilometer über Pomorska Kolej Metropolitalna, das ist die Pommersche Eisenbahngesellschaft in Danzig, bis hin zu Personal Knowledge Management. Historisch betrachtet ist das Personal Knowledge Management, wie wir es heute kennen, noch keine 30 Jahre alt. Aber seine Geschichte reicht bis ins antike Rom und Griechenland zurück. Und methodisch hat PKM um einiges mehr zu bieten, als bloß als Notizensammlung betrachtet zu werden.

Buchtipp: „4000 Wochen“ von Oliver Burkeman

Viertausend Wochen entsprechen in etwa der durchschnittlichen menschlichen Lebensspanne. Und viertausend Wochen sind nicht nur eine markante und einprägsame Zahl, sondern zugleich auch der Titel des Buches von Oliver Burkeman über das Zeitmanagement für Sterbliche, wie der Untertitel des englischen Originals in wörtlicher Übersetzung lauten würde. Und es ist tatsächlich eines der wichtigsten Bücher über Zeitmanagement, oder besser gesagt über die Grenzen des Zeitmanagements, das bisher geschrieben wurde.

Ordnerstruktur in Obsidian

Vor einem Jahr habe ich Building a Second Brain von Tiago Forte gelesen. Und ich war begeistert von den Methoden CODE und PARA. Damals habe ich gerade meinen Obsidian-Vault eingerichtet und die Notizen aus Apples Notizen-App dorthin übertragen. PARA fühlte sich intuitiv und daher richtig an, um es als Ordnerstruktur einzusetzen. Ein Jahr später ist mir heute klar, dass PARA zwar gut war, um den Einstieg zu schaffen, aber als dauerhafte Ordnerstruktur ist es für meine Arbeitsweise ungeeignet. Ich verwende lieber einen Mix aus Ordnerstruktur, Dateinamen und Schlagworten.